Autor: Svenja Gmeinder

  • Sustainable Leadership

    Nachhaltiges Denken und Handeln wird zur Schlüsselkompetenz für Führungskräfte und Ausbilder:innen. In unserer Modulreihe zeigen wir, wie sich das Konzept des Sustainable Leaders praktisch in der (Hafen-)Logistik umsetzen lässt – mit einem klaren Fokus auf Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung.
    Teilnehmende erfahren, wie sie Nachhaltigkeit im eigenen Betrieb erkennen, gezielt fördern und als Vorbilder für Auszubildende und Mitarbeitende wirken können.
    Im Sinne von „aus der Praxis für die Praxis“ verbinden wir Grundlagenwissen mit konkreten Tools für den Arbeitsalltag – damit nachhaltige Führung gelingt und zukunftsfähige Strukturen entstehen.

    Wir freuen uns über Anmeldungen unter: anmeldung@ma-co.de

    Die Teilnahme ist kostenlos. 

    Hier finden Sie weitere Informationen zu den Modulen und Rahmenbedingungen:

  • Impressum

    Anbieter dieser Internet-Seiten ist im Rechtssinn die Universität Bremen, vertreten durch die Rektorin:

    Universität Bremen
    Bibliothekstraße 1
    28359 Bremen

    Telefon +49 421 218-1
    Internet: www.uni-bremen.de

    Die Universität Bremen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts.
 Sie wird durch die Rektorin Prof. Dr. Jutta Günther gesetzlich vertreten.
    Zuständige Aufsichtsbehörde ist die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Katharinenstraße 37, 28195 Bremen.
    Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a UStG Umsatzsteuer-Nr.: DE 811 245 070.

    Verantwortlich für die Inhalte der Website ist:

    Institut Technik und Bildung
    Universität Bremen
    Am Fallturm 1
    28359 Bremen

    Tel. +49 (0)421 218-66250
    Fax +49 (0)421 218-98 66250
    E-Mail pkaune@uni-bremen.de

    Sprecher: Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Gessler

    Geschäftsführer: Peter Kaune

  • Emissionen reduzieren durch Landstrom

    Seeschiffe benötigen auch im Hafen Energie, für den Betrieb der Bordsysteme oder die Kühlung von Containern. Die Versorgung mit externem Strom während der Liegezeit nennt man Landstrom – meist über Kabel von einer Stromquelle am Kai zu einer Steckdose an Bord. An Land und an Bord werden zumeist unterschiedliche Stromspannungen und -frequenzen genutzt. Die von Land gelieferte Mittelspannung muss landseitig mit einem Transformator auf die Bordnetzspannung umgewandelt werden.

    Bislang nutzen Schiffe während der Liegezeit meist ihre so genannten mit Diesel betriebenen Hilfsdiesel. Die Hauptmaschine wird ausgeschaltet, sobald das Schiff an der Pier festgemacht hat. Schweröl als Treibstoff ist in europäischen Häfen bereits seit Jahren verboten. Ab 2025 verfügen alle großen Kreuzfahrt- und Containerterminals im Hamburger Hafen über Landstromanschlüsse. Das ist einmalig in Europa und ein großer Schritt bei der Senkung der CO2- und Schadstoff-Emissionen im Hamburger Hafen.“

    Landstrom führt zu einer erheblichen Reduktion der Schiffsemissionen während der Liegezeit im Hafen. Sobald die Schiffe an die Landstromanlage angeschlossen werden, können sie ihren hohen Strombedarf komplett mit grüner Energie aus dem öffentlichen Stromnetz decken. Allerdings nur, wenn der Strom von Land für die Schiffe aus erneuerbaren Energien stammt.

    Die Zukunftsvision Landstrom für den Hamburger Hafen sieht vor, alle wesentlichen Liegeplätze bis 2030 mit einer bedarfsgerechten Infrastruktur auszurüsten und bis 2040 dann eine komplette Abdeckung erreicht zu haben. Gefördert wird der Ausbau aus Bundesmitteln. (https://www.hamburg-port-authority.de/de/hpa-360/smartport/landstrom)

    Möchtest du weitere Materialien zu diesem Thema oder ein Quiz dazu machen? Dann klicke bitte hier um zu den dazugehörigen Lernmaterialien zu gelangen.

  • Kommunikation mit Auszubildenden

    In der Ausbildung haben Ausbildende nicht nur die Aufgabe, berufsfachliche Inhalte zu vermitteln. Sie übernehmen zusätzlich auch pädagogische Aufgaben die, gerade in den letzten Jahren zugenommen haben. Besonders in den Ausbildungsberufen Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist und Fachkraft für Hafenlogistik werden Ausbildende mit einer pädagogisch herausfordernden Berufsgruppe konfrontiert. Die Auszubildenden dieser Ausbildungsberufe, und hier insbesondere der zweijährige Ausbildungsberuf Fachlagerist:in, kennzeichnen sich durch eine besonders hohe Rate an niedrigen oder keinen Schulabschlüssen.

    Hinzukommend ist bei den jugendlichen Auszubildenden oft keine positive Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit zu verzeichnen. Um sie dennoch für das Thema Nachhaltigkeit gewinnen zu können, gilt es, ermutigend und ohne Überforderung zu agieren, um langfristig und zielführend nachhaltigkeitsorientierte Kompetenzen zu fördern. Gerade mit Blick auf den abstrakten und komplexen Nachhaltigkeitsbegriff sind Sprache und Kommunikation wichtige Elemente, um auf die heterogenen Voraussetzungen der Auszubildenden zu reagieren und sie zum nachhaltigen Handeln zu motivieren.

    Eine zielgerichtete Kommunikation und insbesondere Kommunikationsstrategien sind wichtige Hilfsmittel im Umgang mit Auszubildenden, die nicht nur einen nachvollziehbaren Zugang zu nachhaltigkeits bezogenen Themen ermöglichen, sondern auch die Ausbildungsqualität insgesamt verbessern und damit einen Beitrag zur Reduzierung von Ausbildungsabbrüchen leisten. 

    Möchtest du weitere Materialien zu diesem Thema oder ein Quiz dazu machen? Dann klicke bitte hier, um zu den dazugehörigen Lernmaterialien zu gelangen.

  • Nachhaltige Handlungsstrategien

    Um ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, wird eine nachhaltige Handlungsstrategie benötigt. Der ausgewogene Einsatz der drei Elemente EffizienzKonsistenz und Suffizienz kann dabei helfen, die eigenen Arbeitsprozesse zu hinterfragen und sie nachhaltiger zu gestalten – nicht nur auf Managementebene, sondern in allen Arbeitsbereichen.



    Behrendt, S., Göll, E., Korte, F. (2016). Effizienz, Konsistenz, Suffizienz. Strategieanalytische Betrachtung für eine Green Economy. Berlin.

    Kuhlmeier, W., Pillmann-Wesche, R., Schütt-Sayed, S., Vollmer, T. (2024). Der Werkzeugkasten für einen nachhaltigkeitsorientierten Berufsschulunterricht. Hamburg. URL: https://hibb.hamburg.de/wp-content/uploads/sites/33/2024/02/BBnE_Werkzeugkasten.pdf (Zugriff am 05.12.2024)

  • Soziale Nachhaltigkeit in der betrieblichen Praxis

    Soziale Nachhaltigkeit in der betrieblichen Praxis umfasst Maßnahmen zur Förderung fairer Arbeitsbedingungen, Sicherheit am Arbeitsplatz und Chancengleichheit für alle Beschäftigten. Sie beinhaltet die Einhaltung sozialer Standards, den Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden sowie die Unterstützung beruflicher Weiterentwicklung. In der Praxis bedeutet dies unter anderem gerechte Löhne, ergonomische Arbeitsplätze, eine sichere Arbeitsumgebung sowie Schulungen zur persönlichen und fachlichen Qualifikation. Dadurch trägt soziale Nachhaltigkeit dazu bei, langfristig motivierte und leistungsfähige Mitarbeitende zu beschäftigen.

    Möchtest du weitere Materialien zu diesem Thema oder ein Quiz dazu machen? Dann klicke bitte hier, um zu den dazugehörigen Lernmaterialien zu gelangen.

  • Agenda 2030

    Die Agenda 2030 ist ein weltweiter Aktionsplan der Vereinten Nationen (UN), der im Jahr 2015 von allen UN-Mitgliedsstaaten angenommen wurde. Sie besteht aus 17 Zielen für eine weltweite nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. 

    Diese Ziele umfassen eine breite Palette von sozialen, wirtschaftlichen und Umweltthemen wie nachhaltiger Konsum und Produktion, Bildung, Geschlechtergleichstellung, nachhaltige Industrieentwicklung, Klimaschutz sowie die Förderung von Frieden und Gerechtigkeit. Die Agenda 2030 ist ein umfassender Rahmen, der darauf abzielt, eine nachhaltige, gerechte und inklusive Zukunft für alle Menschen zu schaffen, wobei der Grundsatz „niemanden zurücklassen“ eine wichtige Rolle spielt.

    In ihrem Whitepaper „Nachhaltigkeit in Logistik und Supply Chain Management“ (2021) hebt die BVL fünf dieser SDGs als besonders relevant für die Logistik hervor: SDG 4 – „Hochwertige Bildung“, SDG 8 – „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, SDG 11 – „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, SDG 13 – „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und SDG 17 – „Partnerschaft zur Erreichung der Ziele“

    Weiterführende Links: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung: https://17ziele.de/


    Kuhlmeier, W., Pillmann-Wesche, R., Schütt-Sayed, S.,  Vollmer, T. (2024): Der Werkzeugkasten für einen nachhaltigkeitsorientierten Berufsschulunterricht. Hamburg. URL: https://cloud.klimaschutzstiftunghamburg.de/index.php/s/p2BXKENEqoCdL3F (Zugriff am 17.03.2025).

  • Drei Säulen der Nachhaltigkeit

    Bis in die 1970er Jahre wurde Nachhaltigkeit vorrangig als Umweltbildung verstanden und auf ökologische Fragen reduziert. Spätestens seit den 1990er Jahren wird Nachhaltigkeit als ein mehrdimensionales Konstrukt aufgefasst, bei dem die ökologische, die soziale und die ökonomische Perspektive als ineinandergreifende Säulen der Nachhaltigkeit verstanden werden.

    ökonomische Nachhaltigkeit steht für ein gutes und stabiles Wirtschaften. Beispielsweise Leerlauf minimieren, Kosten senken, Digitalisierung

    ökologische Nachhaltigkeit steht für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen. Beispielsweise E-Stapler oder Landstromversorgung für Schiffe

    soziale Nachhaltigkeit stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Sie steht für die Würde des Menschen aber auch für den Anspruch des Allgemeinwohls, faire Arbeitsbedingungen und der Gesellschaft. Beispielsweise Lärmschutz, Arbeitsschutz, Abbau globaler Ungleichheiten

    Möchtest du weitere Materialien zu diesem Thema oder ein Quiz dazu machen? Dann klicke bitte hier, um zu den dazugehörigen Lernmaterialien zu gelangen.

  • Arbeitssicherheit in der Hafenlogistik

    Arbeitssicherheit in der Hafenlogistik umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Unfälle, Verletzungen und gesundheitliche Risiken in den anspruchsvollen Arbeitsbereichen eines Hafens zu minimieren. Aufgrund der hohen mechanischen Belastungen, des Einsatzes schwerer Maschinen und der Witterungseinflüsse erfordert die Hafenlogistik spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehören das Tragen persönlicher Schutzausrüstung, regelmäßige Sicherheitsunterweisungen, Gefährdungsanalysen sowie klare Vorschriften für den Umgang mit Containerkränen, Staplern und Gefahrgütern.

    Besonders herausfordernd sind die extremen Witterungsbedingungen in Hafenbereichen. Schutzmaßnahmen gegen Kälte, Wind und Nässe umfassen wetterfeste Arbeitskleidung, beheizte Aufenthaltsräume und Pausenregelungen, um gesundheitliche Belastungen wie Unterkühlung oder Erfrierungen zu vermeiden. Ebenso sind Maßnahmen zum Hitzeschutz essenziell, darunter ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Schattenplätze sowie flexible Arbeitszeiten, um Belastungen durch hohe Temperaturen zu reduzieren. Ergonomische Arbeitsbedingungen, Notfallpläne und die Einhaltung von Arbeitsschutzrichtlinien, wie sie in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) festgelegt sind, tragen wesentlich zur Sicherheit und zum langfristigen Wohlbefinden der Beschäftigten in der Hafenlogistik bei.

    Möchten Sie weitere Materialien zu diesem Thema oder ein Quiz dazu machen? Dann klicke bitte hier, um zu den dazugehörigen Lernmaterialien zu gelangen.

  • Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)

    Ziel der Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) ist es:

    „Kompetenzen zu fördern, mit denen die Arbeits- und Lebenswelt im Sinne der Nachhaltigkeit gestaltet werden können. Der Anspruch ist, dass beruflich qualifizierte Fachkräfte in der Lage sind, ihr Handeln an möglichen langfristigen und globalen Wirkungen – bezogen auf Umwelt, Gesellschaft und wirtschaftliche Entwicklungen – zu beurteilen und auszurichten“ (Hemkes, 2018, 3).

    Im Strategiepapier der Arbeitsgruppe „Berufliche Aus- und Weiterbildung“ des Runden Tisches der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ heißt es:

    „Nachhaltigkeitsorientierte Kompetenzen sind (…) nicht allgemein, sondern domänenabhängig an konkrete berufliche Handlungen und Tätigkeitsfelder geknüpft und werden als integraler Teil beruflicher Handlungskompetenz verstanden. So wird das Ziel, zur nachhaltigen Entwicklung durch verantwortliches berufliches Handeln beitragen zu können, mit dem Berufsethos verknüpft und als Möglichkeit erkannt, berufliche Bildung attraktiver zu gestalten“ (DUK 2014, 3)

    Eine zentrale Herausforderung betrifft die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen bei steigendem Wettbewerbsdruck. Gleichzeitig offenbaren sich Widersprüche zwischen nachhaltigen Praktiken und Ansprüchen einerseits sowie betrieblichen Effizienznotwendigkeiten andererseits, beispielsweise wenn Kunden gleichermaßen niedrige Preise und nachhaltige Transportwege erwarten. Nachhaltiges berufliches Handeln bedeutet daher auch, sich mit den Spannungen zwischen betrieblicher Effizienzrationalität und Nachhaltigkeitsrationalität auseinanderzusetzen.