Kategorie: Glossar

  • Soziale Nachhaltigkeit in der Hafenlogistik

    Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit sind auch in betrieblichen Handlungsfeldern der Logistik anzutreffen und spielen insbesondere in der Hafenlogistik eine zentrale Rolle. Die Arbeitsumgebung in Häfen ist geprägt von anspruchsvollen Tätigkeiten, hohen Sicherheitsanforderungen und einer vielfältigen Belegschaft. Daher umfasst soziale Nachhaltigkeit in diesem Bereich eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und Chancengleichheit zu fördern. Dazu gehören:

    o   die Schaffung fairer Arbeitsbedingungen, die angemessene Löhne, planbare Arbeitszeiten und Schutz vor Ausbeutung umfassen. Insbesondere in der Hafenlogistik, in welcher Schichtarbeit und physische Belastungen zum Arbeitsalltag gehören, ist eine nachhaltige Gestaltung der Arbeitsbedingungen essenziell, um die langfristige Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu sichern,

    o   der Arbeitsschutz: Da viele Tätigkeiten mit schweren Maschinen, großen Lasten und wechselnden Witterungsbedingungen verbunden sind, ist eine angemessene PSA zur Verfügung zu stellen. Präventive Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Schutz der Gesundheit müssen konsequent umgesetzt werden,

    o   die Förderung von Diversität und Chancengleichheit. Die Hafenlogistik ist eine Branche, in der Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, Qualifikationen und Lebenserfahrungen zusammenarbeiten.

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  • Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) in der Logistik

    Die Relevanz nachhaltiger Entwicklung wird in der Logistik insbesondere anhand der Sustainable Development Goals erkennbar. Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) hebt fünf SDGs als besonders relevant für die Logistik hervor:



  • Treibhausgasemissionen

    Treibhausgase sind Gase in der Atmosphäre der Erde, die dazu beitragen, die Erde warm zu halten. Sie wirken wie die Glasscheiben eines Gewächshauses (Treibhauses): Sie lassen das Sonnenlicht herein, aber verhindern, dass die Wärme einfach wieder entweicht. Dadurch bleibt die Erde warm genug, damit Menschen, Tiere und Pflanzen leben können.

    Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄), Stickoxide wie Lachgas (N₂O) und Wasserdampf. Diese Gase kommen auf natürliche Weise vor, aber durch menschliche Aktivitäten – wie das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas zum Beispiel beim Fahren mit Flurförderzeugen – wird viel mehr von ihnen in die Luft gebracht. Die Freisetzung von Treibhausgasen in die Luft nennt man Treibhausgasemission.

    In der Logistik werden durch jeden Transport von Gütern direkt und indirekt Treibhausgase ausgestoßen. Die direkten Emissionen entstehen beim tatsächlichen Transport und sind vom Transportmittel, der Ladung, der Entfernung und vom Kraftstoffverbrauch abhängig. Aber auch die Herstellung von Strom und Kraftstoffen, die Produktion von Fahrzeugen und der Straßenbau verbrauchen Energie und verursachen dadurchindirekte Emissionen. 

    Je mehr Treibhausgase in der Luft sind, desto mehr Wärme wird auf der Erde gehalten. Das führt dazu, dass sich das Klima verändert und die Temperaturen steigen. Dieser Vorgang wird als Klimawandel bezeichnet und hat große Auswirkungen auf das Wetter, die Natur und das Leben auf der Erde.

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  • Agenda 2030

    Die Agenda 2030 ist ein weltweiter Aktionsplan der Vereinten Nationen (UN), der im Jahr 2015 von allen UN-Mitgliedsstaaten angenommen wurde. Sie besteht aus 17 Zielen für eine weltweite nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. 

    Diese Ziele umfassen eine breite Palette von sozialen, wirtschaftlichen und Umweltthemen wie nachhaltiger Konsum und Produktion, Bildung, Geschlechtergleichstellung, nachhaltige Industrieentwicklung, Klimaschutz sowie die Förderung von Frieden und Gerechtigkeit. Die Agenda 2030 ist ein umfassender Rahmen, der darauf abzielt, eine nachhaltige, gerechte und inklusive Zukunft für alle Menschen zu schaffen, wobei der Grundsatz „niemanden zurücklassen“ eine wichtige Rolle spielt.

    In ihrem Whitepaper „Nachhaltigkeit in Logistik und Supply Chain Management“ (2021) hebt die BVL fünf dieser SDGs als besonders relevant für die Logistik hervor: SDG 4 – „Hochwertige Bildung“, SDG 8 – „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, SDG 11 – „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, SDG 13 – „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und SDG 17 – „Partnerschaft zur Erreichung der Ziele“

    Weiterführende Links: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung: https://17ziele.de/


    Kuhlmeier, W., Pillmann-Wesche, R., Schütt-Sayed, S.,  Vollmer, T. (2024): Der Werkzeugkasten für einen nachhaltigkeitsorientierten Berufsschulunterricht. Hamburg. URL: https://cloud.klimaschutzstiftunghamburg.de/index.php/s/p2BXKENEqoCdL3F (Zugriff am 17.03.2025).

  • Arbeitsgesundheit im Güterumschlag

    Arbeitsgesundheit Güterumschlag umfasst Maßnahmen zur Sicherstellung der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten, insbesondere in Bezug auf ergonomische Arbeitsweisen, Unfallverhütung und Belastungsmanagement. Dazu gehören der Einsatz von Hebehilfen zur Reduzierung körperlicher Beanspruchung, regelmäßige Sicherheitsunterweisungen sowie die Gestaltung von Arbeitsabläufen zur Vermeidung von Stress und Überlastung. Ein Beispiel ist die Implementierung automatisierter Förder- und Hebesysteme, die das manuelle Heben schwerer Lasten minimieren und somit das Risiko von Muskel-Skelett-Erkrankungen senken. Durch präventive Gesundheitsmaßnahmen wird nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeitenden gefördert, sondern auch die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Logistik verbessert.

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  • Arbeitssicherheit in der Hafenlogistik

    Arbeitssicherheit in der Hafenlogistik umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Unfälle, Verletzungen und gesundheitliche Risiken in den anspruchsvollen Arbeitsbereichen eines Hafens zu minimieren. Aufgrund der hohen mechanischen Belastungen, des Einsatzes schwerer Maschinen und der Witterungseinflüsse erfordert die Hafenlogistik spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehören das Tragen persönlicher Schutzausrüstung, regelmäßige Sicherheitsunterweisungen, Gefährdungsanalysen sowie klare Vorschriften für den Umgang mit Containerkränen, Staplern und Gefahrgütern.

    Besonders herausfordernd sind die extremen Witterungsbedingungen in Hafenbereichen. Schutzmaßnahmen gegen Kälte, Wind und Nässe umfassen wetterfeste Arbeitskleidung, beheizte Aufenthaltsräume und Pausenregelungen, um gesundheitliche Belastungen wie Unterkühlung oder Erfrierungen zu vermeiden. Ebenso sind Maßnahmen zum Hitzeschutz essenziell, darunter ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Schattenplätze sowie flexible Arbeitszeiten, um Belastungen durch hohe Temperaturen zu reduzieren. Ergonomische Arbeitsbedingungen, Notfallpläne und die Einhaltung von Arbeitsschutzrichtlinien, wie sie in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) festgelegt sind, tragen wesentlich zur Sicherheit und zum langfristigen Wohlbefinden der Beschäftigten in der Hafenlogistik bei.

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