Autor: Svenja Gmeinder

  • Emissionsfaktor

    Der Emissionsfaktor gibt an, wie viel COโ‚‚ oder andere Schadstoffe freigesetzt werden, wenn eine bestimmte Menge an Energie verbraucht oder ein bestimmter Rohstoff verwendet wird.

    Zum Beispiel: Wenn bei der Nutzung von Flurfรถrderzeugen Diesel verbrannt wird, entsteht eine bestimmte Menge COโ‚‚. Der Emissionsfaktor hilft dabei, zu berechnen, wie viel das genau ist. Er wird oft in Gramm oder Kilogramm pro Liter, Kilowattstunde oder Tonne angegeben.

    Mit dem Emissionsfaktor kann man also besser verstehen, wie schรคdlich bestimmte Stoffe oder Aktivitรคten fรผr das Klima sind.

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    Umweltbundesamt (2022): CO2-Emissionsfaktoren fรผr fossile Brennstoffe. Aktualisierung 2022. URL: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/co2-emissionsfaktoren-fuer-fossile-brennstoffe-0 (Zugriff am 06.11.2024)

    Umweltbundesamt ร–sterreich (2024): Emissionsfaktoren der Verkehrstrรคger. URL: https://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/themen/mobilitaet/daten/ekz_pkm_tkm_verkehrsmittel.pdf (Zugriff am 06.11.2024)

  • Drei Sรคulen der Nachhaltigkeit

    Bis in die 1970er Jahre wurde Nachhaltigkeit vorrangig als Umweltbildung verstanden und auf รถkologische Fragen reduziert. Spรคtestens seit den 1990er Jahren wird Nachhaltigkeit als ein mehrdimensionales Konstrukt aufgefasst, bei dem die รถkologische, die soziale und die รถkonomische Perspektive als ineinandergreifende Sรคulen der Nachhaltigkeit verstanden werden.

    รถkonomische Nachhaltigkeit steht fรผr ein gutes und stabiles Wirtschaften. Beispielsweise Leerlauf minimieren, Kosten senken, Digitalisierung

    รถkologische Nachhaltigkeit steht fรผr den Schutz der Umwelt und der natรผrlichen Ressourcen. Beispielsweise E-Stapler oder Landstromversorgung fรผr Schiffe

    soziale Nachhaltigkeit stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Sie steht fรผr die Wรผrde des Menschen aber auch fรผr den Anspruch des Allgemeinwohls, faire Arbeitsbedingungen und der Gesellschaft. Beispielsweise Lรคrmschutz, Arbeitsschutz, Abbau globaler Ungleichheiten

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  • Diversitรคt in den Berufen der Lager- und Hafenlogistik

    Diversitรคt in den Berufen der Lager- und Hafenlogistik umfasst die Integration unterschiedlicher sozialer, kultureller und beruflicher Hintergrรผnde der Beschรคftigten. Sie zeigt sich insbesondere in der Zusammenarbeit von Menschen mit vielfรคltigen Herkunftsgeschichten, hรคufig geprรคgt durch einen hohen Migrationsanteil. Auszubildende haben vielfach ein niedriges Qualifikationsniveau. Die Integration von Diversitรคt in den Berufen der Lager- und Hafenlogistik bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich:

    Eine der zentralen Herausforderungen ist die sprachliche Verstรคndigung, da in diesen Berufen hรคufig Menschen mit unterschiedlichen Erstsprachen zusammenarbeiten. Dies kann die Kommunikation im Arbeitsalltag und das Verstรคndnis von Sicherheitsvorschriften erschweren. Ebenso erfordert die Heterogenitรคt der Qualifikationsniveaus gezielte Einarbeitungs- und WeiterbildungsmaรŸnahmen, um ein gemeinsames Kompetenzniveau zu gewรคhrleisten. Auch kulturelle Unterschiede in Bezug auf Arbeitsweisen, Hierarchieverstรคndnis und Erwartungen kรถnnen zu Missverstรคndnissen fรผhren und bedรผrfen einer sensiblen Fรผhrung und klarer Strukturen.

    Darรผber hinaus kann die soziale Integration von Mitarbeitenden aus herausfordernden Milieus eine zusรคtzliche Aufgabe fรผr Ausbildende darstellen. Sie erfordert MaรŸnahmen, die ein positives Arbeitsklima fรถrdern und Barrieren fรผr eine langfristige berufliche Entwicklung abbauen. Trotz dieser Herausforderungen bietet Diversitรคt erhebliche Chancen.Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen tragen zur Fรถrderung von Innovation und kreativen Problemlรถsungen bei. Multikulturelle Teams stรคrken das interkulturelle Verstรคndnis und fรถrdern eine offene Unternehmenskultur, die sich positiv auf die Zusammenarbeit auswirkt. Unternehmen, die Diversitรคt aktiv leben, steigern zudem ihreAttraktivitรคt als Arbeitgeber, da sie ein inklusives Umfeld bieten, in dem sich Fachkrรคfte unabhรคngig von ihrer Herkunft willkommen fรผhlen. Dies kann langfristig zu einer hรถheren Mitarbeiterbindung und Fachkrรคftesicherung fรผhren. Unternehmen, die gezielt auf ein interkulturelles Management, klare Kommunikationsstrategien und individuelle WeiterbildungsmaรŸnahmen setzen, kรถnnen langfristig von einer leistungsstarken, resilienten und zukunftsfรคhigen Arbeitskultur profitieren.

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  • Berufsbildung fรผr nachhaltige Entwicklung (BBNE)

    Ziel derย Berufsbildung fรผr nachhaltige Entwicklungย (BBNE) ist es:

    โ€žKompetenzen zu fรถrdern, mit denen die Arbeits- und Lebenswelt im Sinne der Nachhaltigkeit gestaltet werden kรถnnen. Der Anspruch ist, dass beruflich qualifizierte Fachkrรคfte in der Lage sind, ihr Handeln an mรถglichen langfristigen und globalen Wirkungen โ€“ bezogen auf Umwelt, Gesellschaft und wirtschaftliche Entwicklungen โ€“ zu beurteilen und auszurichtenโ€œ (Hemkes, 2018, 3).

    Im Strategiepapier der Arbeitsgruppe โ€žBerufliche Aus- und Weiterbildungโ€œ des Runden Tisches der UN-Dekade โ€žBildung fรผr nachhaltige Entwicklungโ€œ heiรŸt es:

    โ€žNachhaltigkeitsorientierte Kompetenzen sind (โ€ฆ) nicht allgemein, sondern domรคnenabhรคngig an konkrete berufliche Handlungen und Tรคtigkeitsfelder geknรผpft und werden als integraler Teil beruflicher Handlungskompetenz verstanden. So wird das Ziel, zur nachhaltigen Entwicklung durch verantwortliches berufliches Handeln beitragen zu kรถnnen, mit dem Berufsethos verknรผpft und als Mรถglichkeit erkannt, berufliche Bildung attraktiver zu gestaltenโ€œ (DUK 2014, 3)

    Eine zentrale Herausforderung betrifft die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen bei steigendem Wettbewerbsdruck. Gleichzeitig offenbaren sich Widersprรผche zwischen nachhaltigen Praktiken und Ansprรผchen einerseits sowie betrieblichen Effizienznotwendigkeiten andererseits, beispielsweise wenn Kunden gleichermaรŸen niedrige Preise und nachhaltige Transportwege erwarten. Nachhaltiges berufliches Handeln bedeutet daher auch, sich mit den Spannungen zwischen betrieblicher Effizienzrationalitรคt und Nachhaltigkeitsrationalitรคt auseinanderzusetzen.

  • Arbeitssicherheit in der Hafenlogistik

    Arbeitssicherheit in der Hafenlogistik umfasst alle MaรŸnahmen, die darauf abzielen, Unfรคlle, Verletzungen und gesundheitliche Risiken in den anspruchsvollen Arbeitsbereichen eines Hafens zu minimieren. Aufgrund der hohen mechanischen Belastungen, des Einsatzes schwerer Maschinen und der Witterungseinflรผsse erfordert die Hafenlogistik spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehรถren das Tragen persรถnlicher Schutzausrรผstung, regelmรครŸige Sicherheitsunterweisungen, Gefรคhrdungsanalysen sowie klare Vorschriften fรผr den Umgang mit Containerkrรคnen, Staplern und Gefahrgรผtern.

    Besonders herausfordernd sind die extremen Witterungsbedingungen in Hafenbereichen. SchutzmaรŸnahmen gegen Kรคlte, Wind und Nรคsse umfassen wetterfeste Arbeitskleidung, beheizte Aufenthaltsrรคume und Pausenregelungen, um gesundheitliche Belastungen wie Unterkรผhlung oder Erfrierungen zu vermeiden. Ebenso sind MaรŸnahmen zum Hitzeschutz essenziell, darunter ausreichende Flรผssigkeitszufuhr, Schattenplรคtze sowie flexible Arbeitszeiten, um Belastungen durch hohe Temperaturen zu reduzieren. Ergonomische Arbeitsbedingungen, Notfallplรคne und die Einhaltung von Arbeitsschutzrichtlinien, wie sie in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) festgelegt sind, tragen wesentlich zur Sicherheit und zum langfristigen Wohlbefinden der Beschรคftigten in der Hafenlogistik bei.

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  • Arbeitsgesundheit im Gรผterumschlag

    Arbeitsgesundheit Gรผterumschlag umfasst MaรŸnahmen zur Sicherstellung der physischen und psychischen Gesundheit der Beschรคftigten, insbesondere in Bezug auf ergonomische Arbeitsweisen, Unfallverhรผtung und Belastungsmanagement. Dazu gehรถren der Einsatz von Hebehilfen zur Reduzierung kรถrperlicher Beanspruchung, regelmรครŸige Sicherheitsunterweisungen sowie die Gestaltung von Arbeitsablรคufen zur Vermeidung von Stress und รœberlastung. Ein Beispiel ist die Implementierung automatisierter Fรถrder- und Hebesysteme, die das manuelle Heben schwerer Lasten minimieren und somit das Risiko von Muskel-Skelett-Erkrankungen senken. Durch prรคventive GesundheitsmaรŸnahmen wird nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeitenden gefรถrdert, sondern auch die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Logistik verbessert.

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  • Agenda 2030

    Die Agenda 2030 ist ein weltweiter Aktionsplan der Vereinten Nationen (UN), der im Jahr 2015 von allen UN-Mitgliedsstaaten angenommen wurde. Sie besteht aus 17 Zielen fรผr eine weltweite nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. 

    Diese Ziele umfassen eine breite Palette von sozialen, wirtschaftlichen und Umweltthemen wie nachhaltiger Konsum und Produktion, Bildung, Geschlechtergleichstellung, nachhaltige Industrieentwicklung, Klimaschutz sowie die Fรถrderung von Frieden und Gerechtigkeit. Die Agenda 2030 ist ein umfassender Rahmen, der darauf abzielt, eine nachhaltige, gerechte und inklusive Zukunft fรผr alle Menschen zu schaffen, wobei der Grundsatz โ€žniemanden zurรผcklassenโ€œ eine wichtige Rolle spielt.

    In ihrem Whitepaper โ€žNachhaltigkeit in Logistik und Supply Chain Managementโ€œ (2021) hebt die BVL fรผnf dieser SDGs als besonders relevant fรผr die Logistik hervor: SDG 4 – „Hochwertige Bildung“, SDG 8 – „Menschenwรผrdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, SDG 11 – „Nachhaltige Stรคdte und Gemeinden“, SDG 13 – „MaรŸnahmen zum Klimaschutz“ und SDG 17 – „Partnerschaft zur Erreichung der Ziele“

    Weiterfรผhrende Links: 17 Ziele fรผr nachhaltige Entwicklung: https://17ziele.de/


    Kuhlmeier, W., Pillmann-Wesche, R., Schรผtt-Sayed, S., ย Vollmer, T. (2024): Der Werkzeugkasten fรผr einen nachhaltigkeitsorientierten Berufsschulunterricht. Hamburg. URL:ย https://cloud.klimaschutzstiftunghamburg.de/index.php/s/p2BXKENEqoCdL3Fย (Zugriff am 17.03.2025).